Invader in der MUCA Ausstellung

Wer ist Invader?

Der 1969 geborene französische Street Art Künstler bezeichnet sich selbst als „Unidentified Free Artist“: er tritt in der Öffentlichkeit unter dem Pseudonym Invader auf. Seine Ausbildung absolvierte er an einer führenden Kunsthochschule in Paris. Inspiriert wurde er von den Videospielen der 1970er und 80er Jahre.

Auch bekannt als  Space Invader, begann der Pariser Künstler in den 1990er Jahren mit der Herstellung seiner Mosaikarbeiten. Zunächst brachte er  seine pixelartigen Wandbildern 1998 in Paris an. Danach installierte er sie in weiteren 31 Städten Frankreichs, bevor sie die Großstädte der ganzen Welt eroberten.

Wie arbeitet Invader?

Um die Pixel in den 8-Bit-Grafiken der ersten Video- und Computerspiele darzustellen, verwendet der Künstler wetterfeste, quadratische Fliesen für seine Mosaiken. Diese befestigt er mit Zement oder speziellem Klebstoff. Insgesamt benötigt Invader für eine Installation, inklusive dem Auskundschaften einer Stelle, des Anbringens und der Kartierung, mindestens eine Woche. Auch den Rubik-Würfel setzt Invader für seine Werke ein. 

Die Installation seiner ikonenhaften Bildwerke bezeichnet er als „Invasionen“, die auf den Straßen weltweit inszeniert werden und von Paris bis New York über Hongkong die Städte einzunehmen scheinen. Gewöhnlich bringt Invader zwischen 20 bis 50 Pixelbilder in einer Stadt an. Oft findet eine solche Invasion aber auch in mehreren „Wellen“ statt und er kehrt mehrmals in die gleiche Stadt zurück. Invaders Mosaik-Schauplätze sind häufig an kulturell- oder historisch wichtigen Orten installiert.  Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist sein Bild vom 31. Dezember 1999 auf dem Buchstaben D des Hollywood-Signs in Los Angeles. Bei späteren Reisen in die amerikanische Metropolstadt platzierte er auch weitere Werke auf den acht anderen Buchstaben des Schildes. 

„Space Invaders“ im Meer und Weltall

Invaders Invasionen gehen sogar weit über die Grenzen der (Groß-) Städte dieser Welt hinaus:

Der höchstgelegene Space Invader der Welt befindet sich auf 2362 Höhenmetern im Skigebiet Anzère in der Schweiz und schaut hier von einem Skilift Richtung Tal.

Noch höher hinaus schaffte es „SpaceOne“, ein Invader Mosaik, der 35 Kilometer hoch in die Stratosphäre flog. Seit 2015 befindet sich sogar ein Invader Pixel-Mosaik im Weltall an der Weltraumstation ISS.

Die Invasion erreichte auch die Weltmeere: 2012 installierte Invader mit Hilfe des Künstlers Jason deCaires, bekannt für seine Unterwasser-Skulpturen, zwei Mosaik-Werke am Meeresboden in der Cancun Bay in Mexiko.

Invaders Rubik-Kunst in der „Icons of Urban Art“- Ausstellung in München

In unserer aktuellen MUCA-Ausstellung in München hängen unter anderem Werke aus Rubik-Würfeln. Aus dieser Serie ist zum Beispiel das Portrait „Rubik Arrested Sid Vicious“ von 2007 zu sehen.

Schauen Sie sich Invader live bei uns an – hier können Sie direkt ein Ticket kaufen.

Invaders „World Invasion“

Dennoch bleibt Paris eine der wichtigsten und persönlichsten Standorte des Künstlers, wo sich an vielen Ecken und Wänden in den Gassen der Stadt seine Invasionen finden lassen. Im Juni 2011 fertigte Invader sein 1000. Werk in der französischen Hauptstadt an und würdigte es mit einer Ausstellung in La Générale mit dem Titel 1000. Mittlerweile hat Invader in über 79 Städten bunte Mosaike geschaffen, wobei seine knapp 4.000 Space Invaders aus insgesamt über 1,5 Millionen Keramikfliesen bestehen. Seine Installationen sind zu begehrten Sammlerstücken geworden. Invader erstellt auch spezielle Pixelwerke aus ausschließlich schwarzen und weißen Kacheln, welche zu einem QR-Code generiert werden und mit einem standardisierten Scanner oder Smartphone entschlüsselt werden können. Die dekodierte Nachricht lautet dann meist: „Dies ist eine Invasion“. 

In seinem Kurzfilm Art4Space, welchen er 2012 drehte, dokumentiert der französische Künstler den Versuch einen seiner „Außerirdischen“ in die Stratosphäre fliegen zu lassen.  Der Künstler war auch in dem Street Art- Dokumentarfilm „Exit Through the Gift Shop“ im Jahr 2010 zu sehen, was seine Bekanntheit noch weiter steigerte

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