Swoon in der MUCA Ausstellung

MUCA Halle EG 

Wer ist SWOON?

Caledonia Curry, alias Swoon, wurde 1977 in New London, Connecticut geboren. Sie ist eine zeitgenössische Künstlerin und Filmemacherin, die als eine der ersten weiblichen Street Artists internationale Anerkennung in der überwiegend männlich dominierten Szene erlangte. Im Alter von 19 Jahren zog sie nach New York, um Malerei am Pratt Institute in Brooklyn zu studieren. Ihren Bachelorabschluss in Bildender Kunst machte sie dort 2002.

Schon während ihres Studiums begann sie, ihre Kunst im öffentlichen Raum zu platzieren. Denn sie befürchtete, dass ansonsten ihre Malerei eines Tages ausschließlich in Museen, Galerien oder in Wohnzimmern hängen könnte, sodass nicht alle Menschen, einen Zugang dazu hätten. Deshalb bringt sie ihre Arbeiten an leerstehenden Häusern, Brücken, Feuertreppen und Wassertürmen an.

Wie arbeitet SWOON?

Zu Beginn arbeitete sie anonym im öffentlichen Raum. Unter dem Künstlernamen Swoon malte sie erst später, durch den Vorschlag ihres damaligen Freundes. Nach kurzer Zeit erlangte Swoon Anerkennung und Bekanntheit, wobei das Publikum unter dem Pseudonym meist einen männlichen Künstler vermutete. Swoon sprengt klassische Genregrenzen. Sie arbeitet hauptsächlich mit plakatierten Drucken und lebensgroßen Scherenschnitten, ist aber außerdem für ihre großen Installationen bekannt.

Ihre einzigartige Arbeit ist sowohl von der klassischen Kunstgeschichte, mit der sie sich während ihres akademischen Studiums intensiv befasste, als auch von Märchen, Mythen und Volkssagen inspiriert. Swoons Hauptsujet ist fast immer das Portrait. Über zwei Jahrzehnte hat sie sich mit der Tiefe der menschlichen Komplexität auseinandergesetzt. Sie glaubt, dass die Menschen ihre Erfahrungen über die Jahre in ihrem Körper abspeichern. In ihren Portraits möchte sie genau diese Erfahrungen sichtbar machen. 

Dabei soll der/die Betrachter*in dazu animiert werden, diese Erfahrungen im Bild zu erkennen und seine/ihre eigenen Erfahrungen wahrzunehmen. Dadurch wird eine sehr persönliche Verbindung zwischen dem Werk, dem/der Betrachter*in und dem Modell geschaffen. So hilft ihre Kunst, ein weitwirkendes Verbundenheitsgefühl aufzubauen und so die Welt wenigstens ein wenig zu verändern. Ihr größtes Anliegen ist jedoch, mit ihrer Kunst zu zeigen, dass die Welt größer und weniger vorhersehbar ist, als die meisten Menschen sie sich vorstellen.

SWOON in der „Icons of Urban Art“-Ausstellung in München

Im MUCA ist neben anderen Werken der Künstlerin der beeindruckende Scherenschnitt „Ice Queen“ ausgestellt. Er vereint verschiedene Techniken in sich, wie etwa den Siebdruck.

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Kunst zur Bewältigung von Krisen

Die Ausstellungen von Swoon in Gallerien und Museen sind stark durch ihre Community-Projekte im öffentlichen Raum beeinflusst. 2015 gründete sie die Heliotrope Foundation, die zahlreiche Projekte unterstützt, die Kunst zur Bewältigung von Krisen einsetzen. Die Foundation initiierte beispielsweise nach dem Erdbeben 2010 in Haiti das Bauprojekt „Konbit Shelter“.    

Gerade ihre Werke in jüngster Zeit beschäftigen sich mit der Beziehung von Trauma und Sucht. Swoon selbst wuchs in einer Familie mit Drogen- und Alkoholabhängigkeit auf. 2015 entwickelte sie gemeinsam mit Partnern vor Ort das Projekt „The Road Home“ in North Philadelphia. Dieses umfasste zum Beispiel tägliche Kunsttherapie-Workshops in diesem von Drogen stark geprägten Stadtviertel.

Was sind die „Swimming Cities“ von SWOON?

Eines ihrer berühmtesten Projekte ist eine Serie von schwimmenden, bewohnten Skulpturen ab 2006, darunter die Arbeit „Swimming Cities of Switchback Sea“. Diese Ausstellung fand in Form von sieben handgemachten Schiff-Skulpturen statt, die 2008 eine dreiwöchige Reise entlang des Hudson River unternahmen. Der zweite Teil der Ausstellung bestand aus einer Installation in den Deitch Studios in Long Island City. Mit dem letzten Werk aus dieser Serie, „Swimming Cities of Serenissima“, crashte Swoon 2009 die Biennale in Venedig.

Swoons Kunstwerke befinden sich mittlerweile in den renommiertesten Museen, wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Brooklyn Museum, dem Mima Museum in Brüssel und der Tate in London.  

Geänderte Öffnungszeiten:

Mittwochs bis Sonntags 10-18 Uhr; Donnerstags bis 20 Uhr geöffnet

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Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA)
Hotterstraße 12
80331 München

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