weiß auf schwarz "Subway Drawing" von Keith Haring in der 25 Ausstellung im MUCA München erleben

Keith Haring in der MUCA München Ausstellung

Wer ist Keith Haring?

Der  amerikanische  Künstler  Keith  Haring, geboren am 4. Mai 1958 in Pennsylvania,  ist  aus  der  Graffiti-Szene  im  New  York  der  1980er Jahre hervorgegangen. Dank seines Vaters, der ihm grundlegende Cartooning-Fähigkeiten beibrachte, entdeckte Haring schon früh seine Liebe zum Zeichnen.

Ab 1976 studierte Haring an der Ivy School of Professional Art in Pittsburgh, einer Schule für kommerzielle Kunst. Nach zwei Semestern brach er das Studium allerdings ab, da er kein Interesse daran hatte, Werbegrafiker zu werden. Stattdessen setzte er seine Künstlerarbeit im Selbststudium fort und hatte 1978 eine erste Einzelausstellung seiner Werke im Pittsburgh Arts and Crafts Center.

Noch im selben Jahr zog Keith Haring nach New York, wo er sich an der School of Visual Arts einschrieb. In New York traf Haring auf eine aufkeimende alternative Kunstszene, die sich in den Straßen der Innenstadt, in der U-Bahn und in Räumen von Clubs und ehemaligen Tanzlokalen entwickelte. Er machte Bekanntschaft mit den aufstrebenden Künstlern Kenny Scharf und Jean-Michel Basquiat sowie mit Musikern, Performance-Künstlern und Graffiti-Writern der Szene. Er begann Ausstellungen und Performances an alternativen Veranstaltungsorten wie dem Club 57 zu organisieren.

Was sind die "Subway Drawings" von Haring?

Harings Werke sind inspiriert von Robert Henris Manifest „The Art Spirit“, das die grundlegende Unabhängigkeit des Künstlers betont. Weiterhin beeinflussten ihn die öffentlichen und partizipatorischen Arbeiten von Christo wie auch Andy Warhols einzigartige gelebte Kunst dahingehend, dass Haring sich entschloss öffentliche Kunst zu schaffen.

Harings Werk ist vor allem für sich wiederholende Cartoon-artige Motive, Bezüge zur Pop Art und einen linearen Stil bekannt. Während seines Studiums in New York experimentierte Haring mit Performance, Video, Installation und Collage, der Zeichnung aber blieb er stets treu. In den ersten Jahren seiner Karriere erlangte Haring Popularität, indem er auf leeren Werbetafeln in der New  Yorker  U-Bahn  einfache  Kreidezeichnungen  anfertigte.  Diese Serie von Zeichnungen, die er in großer Eile ausführte, um einer Verhaftung zu entgehen, zeugt von Harings großer Begabung, in einem außergewöhnlich kurzen Zeitrahmen kompositorisch ausgefeilte und aufsehenerregende Kunstwerke zu schaffen.  Zwischen 1980 und 1985 fertigte Haring Hunderte dieser öffentlichen Zeichnungen, manchmal bis zu vierzig „Subway Drawings“ an einem Tag. (evtl zu Ausstellung?)

Keith Haring in der „25“ Ausstellung in München

In unserer aktuellen MUCA-Ausstellung in München ist ein original „Subway Drawing“ von Keith Haring zu sehen.

Schauen Sie es live bei uns an:

Was ist Harings "Pop Shop"?

In den 1980er Jahren erlangte Haring dann internationale Bekanntheit. Er nahm an renommierten internationalen Überblicksausstellungen wie der Documenta 7 in Kassel, der São Paulo Biennale und der Whitney Biennale teil. Weiterhin realisierte er zu dieser Zeit zahlreiche öffentliche Kunstwerke weltweit, viele davon für Wohltätigkeitsorganisationen, Krankenhäuser und Waisenhäuser. Zum 100. Jahrestag der Freiheitsstatue im Jahr 1986 erschuf er mit 900 Kindern ein Wandbild. Auch an der Berliner Mauer entstand drei Jahre vor deren Fall ein öffentliches Wandbild.

Zu seinen kommerziellen Projekten zählte die Entwicklung von Uhrendesigns für Swatch und eine Werbekampagne für Absolut Wodka. Die Kritik weiter Kreise der Künstlerszene zog er mit der Eröffnung seines „Pop Shop“ in Soho auf sich. Hier verkaufte er T-Shirts, Poster, Buttons, Spielzeug und Magnete mit seinen Bildern. Das Innere bemalte Haring ganz mit abstrakten Wandgemälden in Schwarz-Weiß.

1989, kurz nach seiner Aids-Diagnose, gründete er die Keith Haring Foundation. Hiermit wollte er das allgemeine Bewusstsein für die Krankheit schärfen. Keith Haring starb 1991 im Alter von 31 Jahren.

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