MUCA on Tour – Rückblick

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2019 | Stiftung Nantesbuch

„Menschenzeit – Rinderzeit, MUCA on tour in der Natur“

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Nantesbuch und für die öffentliche Diskurstage zum Thema des Anthropozän im Langen Haus in Bad Heilbrunn, wurde der Künstler Matthias Mross eingeladen, eine eigene Intervention zum Thema Fleischgenuss zu gestalten. Entstanden ist ein mächtiger Brocken, das Fleischbild %. Am 16.11.2019 diskutierten Dr. Jörg Garbrecht und die geladenen Gäste vor dem Werk das Thema: Nachhaltigkeit und Fleischgenuss. 

Um Herrn Dr. Jörg Garbrecht aus dem Katalog „Notizen zum Anthropozän (2019)“ zu zitieren: „Das Werk rückt uns ordentlich auf die Pelle – die Kunst geht im sprichwörtlichen Sinne unter die Haut. Der dabei immer wieder aufkeimende Ekel ist ein vom Künstler wohl kalkulierter Thrill. Bewusst hinschauen, lautet der Apell. Matthias Mross´ monumentale Arbeit „%“ ist eine virtuos gemalte Ermunterung, uns die Bedeutung zeitgemäßen Fleischgenusses nachdrücklich ins eigene Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Und ein Ausdruck einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Anthropozän.“ 

Das künstlerische Können spiegelt sich deutlich in der feinen Pinselführung und den realistischen Darstellungen wieder, die oft mit einer Vielzahl an verschiedenen Materialien (Mixed Media) zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Denn der unterschiedliche Farbauftrag zwischen feinen Verläufen und pastösen Farbschichten bildet einen sanften Übergang von der Malerei zu den großzügig angelegten Flächen aus Leinen-Rohgewebe sowie traditionellen Stoffen mit unterschiedlichen Textilmuster und Papiercollagen. Durch die geschickte Kombination aus verschiedenen Kunstmaterialien und den wiederkehrenden Motiven, kreiert Matthias Mross eine unverwechselbare künstlerische Handschrift, die seinen Werken sowohl einen individuellen Stil als auch einen markanten Wiedererkennungswert verleihen. 

2018 I Süddeutsche Zeitung Lobby

Bespielung Lobby der Süddeutschen Zeitung, Sommer 2018 

In der Wandbespielung verstecken sich Schlagzeilen – und -wörter, die in 2018 relevant waren. Des Weiteren wurden alte SZ-Magazine als sogenannte „pastings“ in das Werk eingearbeitet. 

Layer Cake sind die zwei Münchner Graffiti Writer Patrick Hartl & Christian Hundertmark C100. Ihre Freundschaft geht zurück in die frühen 90er, als sie sich im S-Bahn-Depot trafen, um Züge zu bemalen. Bevor sich ihre Wege wieder kreuzten war Christian Hundertmark mit seinem Grafikdesign Studio c100 beschäftigt und arbeitete gleichzeitig als Künstler, Kurator und Autor. Währenddessen kam Patrick Hartl in seinem Design-Studium mit der traditionellen Kalligraphie in Berührung. Seine Liebe für Buchstaben und das Handschriftliche entflammte. Nachdem sie für ein paar Jahre getrennte Wege gingen, trafen sie sich 2016 wieder und entschieden, ihre Kräfte zu vereinen. Die Aussicht auf eine Verbindung von Hundertmarks abstrakt grafischem Stil mit collageartigen Elementen und Hartls Urban Calligraphy Style motivierte beide, sofort loszulegen. Dabei entstand parallel das neue Konzept LayerCake. Die Idee: eine der wichtigsten Regeln im Graffiti, das goingover“, umzudrehen und auf den Kopf zu stellen. Ohne jegliche Diskussion übermalen sie Teile der Arbeit des jeweils anderen, lassen dabei Stellen aus und kreieren so Schicht über Schicht Bilder mit einer großen Tiefe. Die freigesetzten Writing-Elemente von Hartl werden durchdrungen und überlagert von Hundertmarks Hard-Edge Schwebefeldern. So entstehen tiefenräumlich anmutende Variationen über Schrift und Linie, Farbfeld und Verdeckung, Aus-und Aufbruch.  

2017 brachten sie gemeinsam das Buch „The Art of Writing Your Name“ heraus. Ein umfassendes Werk zur zeitgenössischen urbanen Kalligraphie und darüber hinaus. Das Buch wurde im Zuge der Ausstellung „The Art of Writing“ im MUCA vorgestellt.  

Das Video zur Ausstellung „Art of Writing“ findet ihr auf unserer MUCAdigital site. 

https://www.muca.eu/mucadigital/ausstellung-the-art-of-writing-video/ 

 

2018 I Sommertollwood

Sebastian Wandl „TRASH.ME“ auf dem Sommer-Tollwood und im Kunstlabor 

 

Die Kunstaktion verarbeitet auf subtile Art und Weise Themen wie die Konsequenzen der Konsumgesellschaft und Wasserverschmutzung. 

Der Münchener Künstler schafft seine Werke mit einer Mischung aus Fotorealismus und expressiver Freiheit. In seinen neueren Serien verarbeitet er neben seinem Interesse an Menschen vor allem politische Themen, allen voran den Umweltschutz: Er verfolgt mit tiefer Sorge das nicht mehr intakte Ökosystem der Ozeane dieser Welt. Mit „TRASH.ME“ verbindet er die pure Schönheit mit einem der tiefsten Abgründe der modernen Gesellschaft und bietet eine Erfahrung, die unweigerlich zu sozialer Selbstreflexion führt. Deshalb möchte er der Natur seine Stimme geben, indem er die Schönheit der Menschheit mit der Hässlichkeit der Gesellschaft verbindet. Das auf dem Sommer-Tollwood gezeigte Werk ist der erste Beitrag des Künstlers zu dem Thema „Vermüllung und Verplastikung der Meere“ gewesen. Ein Thema, dass den Künstler bis heute sehr bewegt und weiterhin in seinen Arbeiten zu finden ist. Ein Teil des Werkes dieser seriellen Ausstellungsreihe wurde im Kunstlabor in die Rauminstallation des Künstlers in einem geänderten Kontext integriert. 

Wasser : Wert 

Kampagne gegen Wasserprivatisierung und für sauberes (Trink)Wasser 

Das Werk entstand im Kontext der jüngst gestarteten Kampagne der Jugendorganisation Bund Naturschutz Bayern e.V. (JBN) Wasser : Wert Kampagne gegen Wasserprivatisierung und für sauberes (Trink) Wasser“. Die klare Botschaft: Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Konzerne jedoch kaufen Wasserquellen in ärmeren Ländern auf, wodurch die dortige Bevölkerung verdurstet. In Deutschland wiederum wird unser Wasser u.a. durch die konventionelle Landwirtschaft mit Massentierhaltung und durch den Einsatz von Pestizideng gefährdet. 

Trash Me – der Raum, ist auch auf unserer MUCAdigital site zu finden 

https://www.muca.eu/mucadigital/trash-me-wandl-muca/ 

 

2017 I Le Meridian

MUCA on tour to unlock art, Le Meridien München 

 

Die permanente Fassadeninstallation der Klebebande Berlin zeigt das Zusammenspiel unterschiedlicher Flächen aus Farbfolie, die sich dynamisch und organisch auf der Glasfassade bewegen. Mittelpunkt der Installation ist die durch statisch angeordnete Flächen zentral positionierte Lotusblüte. Aus der Blüte entspringen naturbezogene Formen, wie Wasser und Blätter, die im geometrischen Stil der Klebebande Berlin interpretiert werden und zu organischen Gebilden verwachsen. Trotz der geometrischen Anordnung der Flächen entsteht der Eindruck von organischen Motiven, wie Blumen oder Wasser, die sich im Gegensatz zur Lotusblüte in Bewegung befinden. Das Motiv ist in Anlehnung an die Gestaltung von farbigen Kirchenfenstern entstanden. Herausforderung bei dem Werk ist, dass sich keine der unterschiedlichen Farbflächen berühren und die Abstände zwischen den Flächen negative „Outlines“ bilden. 

Das Kunst-Projekt „unlock art“ wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Le Meridien München durchgeführt. Übernachtungsgäste des Le Meridien erhalten gegen Vorlage Ihrer Zimmer-Karte kostenlosen Eintritt ins MUCA Museum.  

Das Video zu dieser Kunstaktion findet ihr auf unserer MUCA digital Seite, klick: 

https://www.muca.eu/mucadigital/muca-on-tour-2017-with-klebebande-video/ 

 

2017 I Ingolstadt Village

Who let the dogs out…. MUCA on tour im Ingolstadt Village 

 

Kunst schafft sprachliche und gesellschaftliche Grenzen zu überwinden. Wo Worte allein nicht ausreichen, schafft sie es emotionale Reaktionen hervorzurufen. Für The Bicester Village Shopping Collection hat es daher einen ganz besonders hohen Stellenwert, in seinen Villages Kunstwerke von internationaler Bedeutung zu präsentieren. 

In Zusammenarbeit mit Ingolstadt Village  stellte das MUCA eine Gruppe von Künstlern zusammen, die den Street Dogs- Figuren (die Maskottchen des Ingolstadt Village) einen neuen, persönlichen Look geben sollten.  So durften sich das Künstlerkollektiv Layer Cake (bestehend aus den beiden Münchner Kreativköpfen Christian Hundertmark (C100) und Patrick Hartl), Eliot, Christian Rothenhagen aka DeerBLN und Base23 dieser Aufgabe annehmen. 

Mitte Juni 2017 sind die re-designten Vierbeiner als Teil des „MUCA on tour“-Projekts wieder im Ingolstadt Village zu sehen. Aber auch im Museum of Urban and Contemproary Art Munich haben zwei der Kunst-Hunde ein neues Zuhause gefunden. Einer der „Street Dogs“, gestaltet von Layer Cake, ist immer noch im Eingangsbereich des Museums ausgestellt. Die ganze Hunde-Meute wurde auch, in einem völlig anderen Kontext, im ehemaligen Kunstlabor ausgestellt. So folgt MUCA on tour seiner Philosophie, die auf den Touren entstanden Kunstwerke, immer einmal wieder in einer anderen Umgebung auszustellen und den „Dialog“ zwischen Betrachter und Kunstwerk auf eine andere Ebene zu heben. Das Kunstwerk ist stets das Gleiche, aber das Umfeld ändert sich.  

Zwischen Kunst und Mode lassen sich zahlreiche Parallelen ziehen. So kann beides als Methode verstanden und verwendet werden, um sich auszudrücken und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In Kollaboration entstand das einzigartige „Street Dog Projekt“ und verlieh den Hunden einen neuen Ausdruck.  

Die Künstler wurden beauftragt, die Dogs, die zu Chinese New Year in Ingolstadt Village ausgestellt waren, neu zu gestalten und sie so zu individuellen Einzelstücken zu potenzieren. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem MUCA dieses kreative Projekt realisieren konnten. 

Sanjiv Singh, Managing Direktor Ingolstadt Village und Wertheim Village  

Das Spannende an der Kooperation ist die Interaktion und die Reflexion der Street Dogs auf ihre Umgebung. Die Künstler kannten das Umfeld der späteren Installation nicht und hatten die absolute künstlerische Freiheit in der Gestaltung der Dogs. Kunst wird dort ausgestellt, wo man sie nicht gleich erwartet.“  

Boris Schmidt, Kurator MUCA on tour 

Check Out the movie on our MUCAdigital site 

https://www.muca.eu/mucadigital/street-dogs-im-ingolstadt-village-beitrag/ 

 

Ingolstadt_Village_MUCA_collaboration
Kunst, Art im Ingolstadt Village am 25.06.2018
Foto: G.Nitschke für Ingolstadt Village

2017 I Bold Hotel München

Urban Art Live Event mit Patrick Hartl im BOLD Hotel München Zentrum, 2017 

Das Ziel ist es den Gast und Besucher direkt in den öffentlich zugänglichen Räumen mit authentischer und urbaner (Street-) Art zu überraschen und sich von anderen Hotels, die sich mit gefälliger Dekokunst schmücken, klar abzusetzen. Hierfür setzen wir auf die natürlichen gegebenen Trägermaterialien und bespielen die Einfahrt zum Bold Hotel. Patrick Hartl aka Stylefighting hat hierfür ein drei dimensionales Werk erschaffen, dass zwischen den Kunstformen Kalligraphie und Kalligraffiti scheinbar mühelos hin und her springt.  

Die Wurzeln des Münchner Künstlers Patrick Hartl (*1976) liegen im Graffiti. In Augsburg studierte er Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt „Freie Kalligraphie“. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte er sich mit den Schrifteigenarten und die Arbeit mit Schrift zieht sich wie ein roter Faden durch seine Werke. Hartl verbindet in seinen Werken verschiedene Stile, sowie verschiedene Techniken der Malerei, Medien und Materialien. Seine Bandbreite an Werkzeugen reicht von der Verwendung eines Eding Markers, über Pinsel, Spachtel oder Sprühdosen. Digitale Prints, sowie große Wandflächen, großformatige Leinwände, aber auch Fußböden oder der gesamte Raum dienen Hartl als Maluntergrund. Mit vollem Körpereinsatz fertigt Hartl seine kalligraphisch angehauchten Werke an. 

Bei seinen jüngsten Arbeiten kombiniert der Künstler Schrift mit abstrakten Elementen. Die Werke von Patrick Hartl spiegeln seine persönliche, künstlerische Entwicklung wider und weisen dabei eine Verbindung zum abstrakten Expressionismus auf. Dem Künstler ist nicht nur das fertige Kunstwerk wichtig, sondern vielmehr steht der künstlerische Prozess, der zum Kunstwerk führt. 

Hartl äußert sich zu „Calligraffiti“ folgendermaßen: „Beim Schriftschreiben entsteht ein Bewegungsrhythmus, der die Buchstaben umgibt. Lässt man die Buchstaben weg, bleibt die Bewegung übrig. Kalligrafie, egal ob in lesbarer, oder nicht lesbarer Form visualisiert Formen die aus dem Inneren des Menschen kommen. Die Kalligrafie ist somit „Visualisierung der menschlichen Bewegung. 

Das Video zu dieser Kunstaktion findet ihr auf unserer MUCA digital Seite, klick: https://www.muca.eu/mucadigital/muca-x-patrick-hartl-art-project-im-bold-hotel-muenchen-zentrum/ 

 

2016 I Wintertollwood

MUCA on tour im Kulturzelt Weltsalon, Tollwood Winter Festival 2016 

Dean Zeus Colman, in Großbritannien und vor allem Londons Urban Art Szene seit mehr als 30 Jahren ein Star, ist längst dem Underground entwachsen und selbst gefragter Lehrer dieser Kunst geworden. Inspiriert von der urbanen Kultur, insbesondere dem Graffiti, ist Zeus – so sein Szenename – heute ein Künstler, der mit innovativen Verschmelzungen unterschiedlicher Kunstformate, typographischen Experimenten sowie skulpturalen Auseinandersetzungen Form und Farbe als Aussage zu politischen und gesellschaftsrelevanten Themen nutzt. Sogar Prinz Charles gehörte zu seinen Schülern und bat ihn, ihm die Grundzüge der Graffitikunst zu zeigen. Für den Weltsalon hat er ein eindrucksvolles, skulpturales Kunstwerk zum Thema “HEIMAT” geschaffen. Dieses Kunstwerk wurde außerdem auch in der alten Tengelmann-Zentrale, dem Kunstlabor, gezeigt. Durch die imposante Größe der Installation fühlt sich der Betrachter fast ein bisschen eingeschüchtert. Die subtile Botschaft des Werkes erkennt man meist erst auf den zweiten Blick. Achtet einmal auf das A und I. 

2016 I Surf & Style

MUCA on tour am Münchner Flughafen, Bespielung zur Surf & Style 2016 

Für die surf&style bespielte CASE ein ca. 100qm Plane mit einem riesigen Oktopus, der einem bayrischen Dackel beim Surfen hilft. In nur drei Tagen entstand dieses imposante Werk.
 

Case ist das Synonym des deutschen Graffitikünstlers Andreas von Chrzanowski, der in Frankfurt a.M. lebt und arbeitet. Seine Bilder beziehen sich auf die Darstellung fotorealistischer Körperformen. Case ist einer der vier Mitglieder der „Maclaim Crew“, die sich im Jahr 2000 gründete und als Vorreiter monumentaler, fotorealistischer Darstellungsformen innerhalb der Graffitiszene gilt. Die Grundlagen des fotorealistischen Sprühens erwarb er durch die zahlreichen Wandbilder mit dieser Gruppe. Bild für Bild intensivierte sich die Technik für die möglichst detailgetreuen Darstellungen der zumeist figürlichen Kompositionen. Im Zentrum all seiner Werke steht Schönheit und Einzigartigkeit in sich. 

Zu einer markanten Eigenart vieler seiner Bilder zählt die eigentümliche Haptik des Bildträgers. Neben Leinwänden sind es häufig auch Untergründe mit grober Oberflächenstruktur wie rauer Putz, unbehandeltes Holz oder vielen aneinander getackerten Pappstücken, die mit filigranen Bildern versehen werden. Diese Pappreste entstammen den Verpackungen der Dosenkartons und werden mit Klebeband, Tackernadeln, Holzleim etc. befestigt. Optional werden Holzreste verklebt, so dass eine individuelle und sehr unruhige Oberflächenstruktur entsteht. Diese Struktur steht im starken Kontrast zu den perfektionistisch ausgeführten Bildern und verleiht dem anfänglich trostlosen Maluntergrund am Ende einen einzigartigen und wertvollen Charakter. 

Seine Werke werden im Rahmen von internationalen Bookings u.a. in Los Angeles, Miami, Mexico, New York, Gran Canaria, Sevilla, Sofia, Charleroi, London, Sheffield, Ronneby, Breslau, Mailand und Moskau regelmäßig ausgestellt. 

 

2016 I RockAvaria

KISS, L.E.T. und „turn around” 

 

Street Art Kunst am Container – MUCA zeigt Street Art Kunst am Coubertinplatz im Rahmen des ersten RockAvaria Festivals im Olympiapark München 

Das Schöne an der Street Art ist sicherlich, dass diese Kunst nicht räumlich gebunden ist. Es gibt keine Fläche, die für urbane Kunst nicht interessant wäre. Die Street Art taucht zu allen und seit ewigen Zeiten an jeglichen Orten auf. Allgegenwärtig, doch nicht für immer -unverwüstlich doch nicht permanent. Street Art lebt und entwickelt sich ständig weiter. Wir schaffen kulturelle Impulse und Innovation.  

Um unser Künstlerduo HERAKUT zu zitieren: „It´s me-art -so let me in“. 

Neben drei Tagen Live-Painting mit einem riesigem Mural von L.E.T. am Coubertinplatz zeigt das MUCA on tour eine Auswahl aktueller Werke angesagter Street Art Künstler im MUCA Urban Art Container. Das Mural von L.E.T. wurde kurz vor dem Auftritt der Gruppe KISS fertig gestellt und enthüllt. Das Werk zeigt ein Mädchen, das seine Maske ausgezogen hat. Eine schöne Reminiszenz auf die Band, die einst nur mit Maske auftraten und lange Zeit unerkannt blieben. Der Künstler L.E.T. zeigt bis heute nicht sein Gesicht in der Öffentlichkeit 

 

2015 I Tollwood München

HERAKUT – Kunst bleibt grenzenlos 

Ausstellung: 24.11. – 23.12.2015
auf dem Tollwood Winterfestival – Weltsalon // Theresienwiese München

Das Künstlerduo Herakut arbeitet seit Jahren in unterschiedlichen Krisengebieten dieser Welt. Ihr künstlerisches Schaffen wirkt bei dieser Begegnung immer wechselseitig – zum einen für die Künstler selbst, die neue Impulse, Visionen und Möglichkeiten durch diese Arbeit schöpfen können, zum anderen aber auch speziell für die Teilnehmer ihrer Kunstprojekte, die durch die Kunst von Herakut neue Perspektiven gewinnen und ihnen Mut für neue Ideen gespendet wird.

Herakut besteht aus Hera (Jasmin Siddiqui) und Akut (Falk Lehmann). Sie arbeiten seit 2004 gemeinsam und haben seither einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Ihre ausdrucksstarken Motive zeichnen sich durch eine Kombination aus fotorealistischen Details und malerisch-graphischen Elementen aus und sind stets von einem Text begleitet, der als Ankerpunkt in die Geschichte eintauchen lässt.

Seitdem Herakut Anfang 2014 von aptART in das jordanische Flüchtlingslager Zaatari eingeladen wurden, um vor Ort mit den Kindern zu malen, beschäftigen sie sich sehr viel mit diesem Thema. Eine Ausstellung mit den Ergebnissen der Zusammenarbeit mit den Kindern, weitere Projekte in Flüchtlingscamps sowie viele thematische Bezüge zum Thema in ihren Arbeiten folgten.

Über die Ausstellung »ÜberLebensWert: Heimat. Flucht. Beweggründe« im Weltsalon 

Der Weltsalon: Seit 2007 gibt es den Weltsalon auf dem Tollwood Winterfestival, ein Veranstaltungszelt, das brisanten ökologischen und gesellschaftlichen Themen eine Bühne bietet. Es geht um Globalisierung und Gerechtigkeit, Krieg und Frieden, Umweltschutz und Innovation. Unter dem Dach des Weltsalons kommen Menschen aus aller Welt zusammen. Wissenschaftler und Künstler, Abenteurer und Politiker, Musiker und Manager beleuchten die Themen aus völlig unterschiedlichen, faszinierenden wie erschütternden, immer aber nach vorne gerichteten Perspektiven. Der Weltsalon ist eine Anstiftung zum Umdenken. Nicht Theorien, sondern Menschen und ihre Erfahrungen, nicht Hilflosigkeit, sondern Ermutigung zum Aktiv-Werden stehen im Vordergrund. Diesjährige Motto des Weltsalons ist »ÜberLebensWert: Heimat. Flucht. Beweggründe.« 

„Kunst bleibt grenzenlos“: Das Künstlerduo Herakut erzählt in einer beeindruckenden Ausstellung über seine künstlerische Arbeit mit und für Kinder in Flüchtlingslagern u.a. in Jordanien, dem Gaza-Streifen und Syrien. Gezeigt werden Originalwerke der Künstler, Bilder, die gemeinsam mit den Kindern entstanden sind, und eine multimediale Installation. Das weltweit wohl bekannteste Urban Art-Duo nimmt uns mit auf eine Reise in die Welt von Krieg und Flucht traumatisierter Kinder. Unterstützt von Herakut versuchen diese, ihre Erlebnisse mittels Kunst zu verarbeiten. Mit der Ausstellung fordert Herakut uns auf, Antworten zu finden und Weltentwürfe neu zu gestalten. Jasmin Siddiqui (Hera) und Falk Lehmann (Akut) erzählen live vor Ort über ihre Arbeit in Krisengebieten. 

 

2014 – 2016 | Candidplatz in München

„Die Brückengalerie am Candidplatz“

Im Rahmen des Projekts MUCA on tour wurden im Oktober 2014 die ersten vier Pfeiler der Brückenunterführung am Candidplatz von international renommierten Künstlern der Urban Art Szene gestaltet. Mit der öffentlichen Einweihung der ersten Pfeiler durch den zweiten Oberbürgermeister Josef Schmid, fand am 8. Oktober 2014 der Auftakt dieser Umgestaltung statt. 

Unter dem Motto „Brücken Schlagen“ steht das Projekt am Candidplatz ganz unter dem Motto des MUCA: München als Kreativstandort zu stärken und Allianzen zu vielfältigen Partnern aufzubauen. Wir möchten gerne erforschen durch wen das Stadtbild München geprägt wird und wer für die einzelnen Stadtteile wichtige Funktionen einnimmt. 

Beteiligt war zum einen der aus Frankreich stammende Stencil Artist L.E.T., der Graffitikünstler CASE, Mitglied der Maclaim Crew, und das Künstlerduo Herakut, bestehen aus den beiden Graffitikünstlern Hera und Akut. In 2015 kamen zwei weitere Säulen hinzu, eine gestaltet von dem Australier RONE und die andere von der Klebebande Berlin. Die letzten beiden Säulen unter der Schirmherrschaft des MUCA wurden 2016 von dem Stencil Artist Lapiz und dem Münchner Sebastian Wandl bespielt.  

Die Anwohner nennen den Platz mittlerweile liebevoll die Brückengalerie. Für die Öffentlichkeit entstand hier also sukzessive eine Art „Freilichtmuseum“ – ganz umsonst für seine Betrachter. 

Uns war es wichtig, ganz verschiedene weltweit renommierte Künstler für die „Brückengalerie“ zu gewinnen. Wo sonst findet man so großformatige Werke – sogenannte „murals“ – dieser Art in unmittelbarer Nähe zueinander.  

Denn Street Art fühlt sich da am wohlsten, wo es zu Hause ist, nämlich im öffentlichen Raum. 

Wir bedanken uns für die Unterstützung des Bezirksausschusses 18 Untergießing/Harlaching, vertreten durch Melly Kieweg, sowie der Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Liebe Besucher/innen,

Die Ausstellung "SWOON - Time Capsule" wurde verlängert und ist bis auf Weiteres zu sehen.

Bitte beachtet unsere aktuellen Öffnungszeiten:

Mai - Juli 2020: Mittwoch bis Sonntag 10-18 Uhr

August 2020: Freitag bis Sonntag 10-18 Uhr

Im MUCA gelten Schutz- und Hygienemaßnahmen, um euren Besuch gleichsam sicher und angenehm zu gestalten. Zum Wohle aller gilt im Museum Maskenpflicht und ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Ein Besuch ist ohne vorherigen Ticketkauf und ohne begrenztes Zeitfenster möglich, da unser Museumsbetrieb reibungslos auf die aktuelle Situation eingestellt ist.

Zur Teilnahme an Führungen bitten wir um verbindliche Anmeldung.

Wir freuen uns auf euren Besuch!


Dear visitors,

The exhibtion "SWOON - Time Capsule" was extended and is still on display.

Please note our current opening hours:

May - July 2020: Wednesday till Sunday 10am - 6pm

August 2020: Friday till Sunday 10am - 6pm

For the benefit of all, we kindly ask you to follow the protection and hygiene regulations. Wearing a mask and a minimum distance of 1,5 meters is obligatory at the museum.

You can purchase your ticket directly at the museum or in our webshop. Time slots are not limited.

If you would like to join a guided tour please make your reservation upfront.

We are looking forward to your visit!.